Landkarte der Logistik (mit Wasserzeichen Fraunhofer)Der Niederrhein hat seine Spitzenposition auf der Logistik-Landkarte Deutschlands weiter gefestigt und gilt als „Europäisches Gateway“ der Logistikregionen. Das geht aus der Neuauflage der Studie „Logistikimmobilien – Markt und Standorte“ der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS hervor, die anlässlich der Expo Real in München nun vorgestellt wurde und in Kürze als gebundene Ausgabe erhältlich sein wird. Analysiert hat das Institut wieder die Märkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie erstmals auch in Belgien und den Niederlanden.

Mönchengladbach und der gesamte Niederrhein zeichnen sich durch eine hohe Logistik­attraktivität aus. Das bedeutet, Rahmenbedingungen wie beispielsweise Lage, Infrastruktur, allgemeine Wirtschaftsstruktur und Arbeitsmarkt bieten insgesamt ein sehr gutes Investitionsklima für Logistikunternehmen. Auch bei der Logistikintensität – also der bereits vorhandenen Logistik-Aktivitäten – weist die Region im bundesweiten und internationalen Vergleich überdurchschnittlich gute Werte auf.

Seit der vergangenen Auflage der Studie vor zwei Jahren konnte Mönchengladbach u.a. durch die Neuansiedlungen von DHL/Primark und Zalando in absoluten Zahlen sogar noch deutlich zulegen. „Die Ergebnisse sind Beleg unserer stetigen Aktivitäten, die Logistikbranche in Mönchengladbach nach vorne zu bringen“, erklärt Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH. „Die Neuansiedlungen haben gezeigt, dass wir als Standort für auswärtige Unternehmen sehr attraktiv sind. Auf der Expo Real haben wir nun auch wieder interessante Gespräche mit Investoren geführt. Auch bereits ansässige Unternehmen, vor allem aus dem Mittelstand, sind vielfach auf Expansionskurs.“

Besonders die Lage zwischen dem Benelux-Raum und der Rhein-Schiene hat sich dabei als wichtiger Standortfaktor für die Logistikbranche erwiesen. Im Hinterland der wichtigsten Seehäfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen – in der Studie nun als „Globale Gateways“ identifiziert – ist Mönchengladbach vor allem logistischer Dreh- und Angelpunkt für Konsumgüter zur Versorgung des überregionalen Einzugsgebiets.

Erstmals hat das Fraunhofer.SCS in seiner Studie einen „Potenzialindex“ für die deutschen Logistikregionen ermittelt, der ihre zukünftigen Entwicklungschancen bewertet. Faktoren wie etwa Beschäftigungspotenzial, Neubaudynamik und Bevölkerungsentwicklung sind in diesen Index eingeflossen. Auch hier belegt der Niederrhein die Spitzenposition noch vor Hamburg und dem Rhein-Main-Gebiet. „Dies sehen wir als Ansporn für weitere Aktivitäten auch mit unserer Logistik-Initiative LOG4MG, um den Logistikstandort Mönchengladbach weiter auszubauen“, erklärt Dirk Spieker, zuständiger Projektmanager für die Logistikbranche bei der WFMG. „Schon in wenigen Tagen werden wir beim Deutschen Logistikkongress in Berlin wieder versuchen, neue Interessenten für den Standort zu finden. Die Fraunhofer-Studie kann uns dabei sicherlich wieder helfen.“