Mit automatisierten Prozessen wollen Fashion-Unternehmen ihre Ware schneller ausliefern

Unter anderem durch den weiter steigenden Anteil des Online-Handels, über den jetzt schon 21 Prozent des Branchenumsatzes gemacht werden: „Das hat Konsequenzen für die Logistik. Sie wird immer kleinteiliger, und die Menge, die insgesamt bewegt werden muss, ist ohne technische Unterstützung nicht mehr zu handhaben.“ Die Lösung heißt Automatisierung. Kollege Roboter wird Standardarbeiten übernehmen, wie etwa georderte Ware zu Einpackstationen bringen. Eine weitere Alternative: Taschensorter. Die sehen aus wie Kleidersäcke und kreisen an Schienensystemen. Ihr Inhalt ist via Sensor einem Auftrag zugeordnet. Das alles, um den Mitarbeitern lange Laufwege und Zeit zu sparen.

Automatisieren, weil Fachkräfte fehlen

Dass die Technik Arbeitsplätze ersetzt, hält Muschkiet für unwahrscheinlich: „Es wird derzeit automatisiert, weil die Fachkräfte fehlen, nicht ausschließlich um Kosten zu sparen.“ Nur so ließen sich die gestiegenen Kundenanforderungen, das rasante Wachstum und weitere Einflussfaktoren in der Textillogistik bewältigen. Wie aktuell diese Themen sind, zeigen erste Anfragen an das Center. Sie reichen von der logistischen Prozessoptimierung bis zur Unterstützung bei der Entwicklung eines Textils, das mit Sensoren ausgestattet ist. Es soll im logistischen Umfeld eingesetzt werden.

Unterschiedliches Wissen verknüpfen

Hier liegt die Stärke des CTL: Es will das logistische Know-how des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik mit dem textilen Fachwissen der Hochschule Niederrhein verknüpfen. Beide Teams arbeiten eng zusammen. So sollen sie unter dem Motto „Logistik für Textilien – Textilien für die Logistik“ einen Mehrwert für die Wirtschaft und in der Forschung schaffen. Muschkiet: „Eine solche Kooperation ist in Deutschland derzeit einzigartig.“

 

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